Kronleuchter

… und es ward Licht in Kaiserslautern.

Ein ungewöhnliches Lichterspiel generierten Studierende der Innenarchitektur am 26. Februar 2014 an 14 eigens dafür ausgewählten Orten in Kaiserslautern. In einer Art Rundgang – begleitet von Fachpublikum, Journalisten sowie geladenen und freien Gästen – wurden die repräsentativen 1:1 Objekte von den Studierenden vorgestellt. Die Orte in Kaiserslautern waren so unterschiedlich wie die Projekte selbst. Von den ACO-Werkshallen, über die Räumlichkeiten der Künstlerwerkgemeinschaft im Waldschlösschen, Privathäusern, bis hin zur ECE-Baustelle oder Lücken zwischen Häusern (pfälzisch auch Reilchen genannt), war alles Mögliche vertreten.

Prof. Werner Glas formulierte im Vorfeld in seinem Fach Produktdesign folgende Aufgabenstellung: „Neben den tradierten Bildern solcher Beleuchtungskörper bieten auch zeitgenössische Gestaltungsansätze das Potenzial für eine Neu-Interpretation dieser wiederentdeckten Leuchtengattung, welche dem steigenden Bedürfnis nach festlicher Atmosphäre, Glanz und Exklusivität besonderer Räumen gerecht werden – eine subjektive Definition dieser Begriffe vorausgesetzt. Suchen Sie sich in der Stadt Kaiserslautern geeignete öffentliche oder private Räume mit besonderer Ausstrahlung, für die Sie (einen) Kronleuchter entwickeln. Beziehen Sie dabei die gesamte Bandbreite hinsichtlich Gestalt, Material und Leuchtmittel ein.

Ziel ist die Präsentation des Leuchters vor Ort in Absprache mit den Eigentümern der Räumlichkeit in geeigneter Weise im Rahmen einer noch zu planenden Gesamtveranstaltung.“

Die erste Produktdesign-Präsentation der belgischen Austausch-Studentin, Lien Grauls, fand im Union-Kino Studio für Filmkunst in Kaiserslautern statt. Adäquat zum Ort, entwickelte die angehende Designerin einen Kronleuchter, bestehend aus Filmrollen, Eisenstangen, Plexiglas und LED-Beleuchtung, welcher sich wunderbar in die bestehende Umgebung einfügt. Bei dem Betreiber des Kinos stieß der Kronleuchter auf so großen Gefallen, dass er ihn der Studentin kurzerhand abkaufte. Bei Interesse kann dieser im Foyer des Union-Kinos noch heute bewundert werden. 

Auch die spektakuläre Befestigungsaktion des Kronleuchters, der Studentin Maria Erdmann, am Baukran der ECE-Baustelle in 15 Metern Höhe, wurde gespannt von der Öffentlichkeit bestaunt.

Eine Dokumentation des gesamten Projektes kann bei Interesse in Form einer Broschüre im Fachbereich Bauen und Gestalten angeschaut werden.